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nichtinvasive Blutdruckmessung

Bluthochdruck ist eine tickende Zeitbombe und wird häufig übersehen. Die Folgen können dann schwere gesundheitliche Schäden sein. Man kann durch regelmäßige Blutdruckmessungen vorbeugen. Denn zu hoher Blutdruck lässt sich beim Tier noch besser behandeln als beim Menschen. Meist genügt es, die Krankheit, die dafür verantwortlich ist, zu erkennen und zu behandeln.

Teil der Vorsorgeuntersuchung
Der Blutdruck beim Tier ist ähnlich wie beim Menschen und liegt bei der Katze um 128/84 und beim Hund im Durchschnitt bei 133/75. Allerdings hat jede Hunderasse einen rassetypischen Normalwert. Am genauesten ist jedoch der sogenannte "individuelle Blutdruckwert", den der Tierarzt durch regelmäßige Messungen für jedes Tier bestimmt. Dieser Wert kann es ermöglichen, Krankheiten frühzeitig festzustellen. Er ist daher ein wichtiger Bestandteil jeder Vorsorgeuntersuchung.

Auslösende Krankheiten
Erkrankungen, die zu Bluthochdruck (Hypertonie) führen, sind z.B. Nieren-, Schilddrüsen- und Herzkrankheiten sowie Diabetes und eine Überproduktion von Kortison oder eine zu hohe Kortisoneinnahme durch Medikamente. In Frage kommen auch Schmerz und vor allem Übergewicht.

Gefährliche Konsequenzen
Die Folgen von Bluthochdruck sind für Tiere genauso gefährlich wie für Menschen: Herz und Nieren können bis hin zum Organversagen geschädigt werden; Blutungen im Gehirn können zu Schlaganfall und Tod, in der Netzhaut zur Blindheit führen. Außerdem schreitet durch Hypertonie die ursächliche Krankheit schneller fort. Das kann wiederum die Lebenserwartung des Patienten erheblich reduzieren.

Regelmäßige Blutdruckmessung
Die Empfehlung lautet, mindestens einmal im Jahr dem Tier den Blutdruck zu messen. Wesentlich öfter, wenn Symptome einer der oben genannten Krankheiten oder Symptome eines Bluthochdrucks vorliegen. Ist Hypertonie bekannt, sollte sogar bei jedem Tierarztbesuch, mindestens aber viermal jährlich gemessen werden.

Symptome für Bluthochdruck beim Tier können zum Beispiel sein:

  • schlechtes Allgemeinbefinden
  • frisst schlecht
  • schnell müde, schläft viel
  • trinkt viel
  • sieht schlecht, stößt an Gegenständen an
  • weitgestellte Pupillen
  • plötzliches Erblinden
  • schneller Puls
  • stumpfes Haarkleid, Haarausfall, dünne Haut
  • bei Katzen: ständiges Miauen
  • Wesensänderung
  • Anfälle, Bewusstlosigkeit

Nicht jeder Blutdruckmesser eignet sich für Tiere
Die Blutdruckmessung darf nur mit einem für Tiere entwickelten Gerät durchgeführt werden. Andere Geräte (Humangeräte) messen den Blutdruck am Tier falsch und geben keine zuverlässige Auskunft. Modelle speziell für Tiere arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Humangeräte: Manschette aufpumpen, Luft langsam ablassen, Blutdruckwert wird ermittelt und angezeigt (oszillometrisches Messverfahren).

Quelle: Dr. Beate Egner, April 2004

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