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Endoskopie


Die Endoskopie wird als Organspiegelung bezeichnet und ist dementsprechend ein diagnostisches Verfahren, mit dem man "in das Innere des Körpers" sehen kann. Man kann auf diese Weise Körperhöhlen und Hohlorgane untersuchen. Die Endoskopie dient in der Regel nicht nur dazu, sich ein Bild der Veränderung zu machen, sondern auch dazu, eine eindeutige Diagnose zu stellen. Meistens bedeutet das, dass sich an die eigentliche Endoskopie weitere diagnostische Maßnahmen anschließen.
Als praktischer Hinweis sei hier erwähnt, dass für eine Endoskopie eine Vollnarkose unverzichtbar ist.

  1. Endoskopie der oberen Atemwege
    Die Spiegelung der oberen Atemwege umfasst bei Hunden und Katzen die Nase, den Maul- Rachen-Raum, den Kehlkopf, die Luft- und die Speiseröhre. Unter Sichtkontrolle kann auch in einem diagnostisch ansonsten nur schwer zugänglichen Gebiet, wie z. B. der Nasenhöhle Tumore, Entzündungen, abgeschluckte oder eingeatmete Fremdkörper oder Verletzungen erkannt werden.
    Mit Hilfe einer Biopsiezange können Fremdkörper und kleiner Tumore entfernt bzw. eine Gewebeprobe des veränderten Gewebes entnommen werden. Dies kann dann zur genaueren Untersuchung an ein weiterführendes Labor geschickt werden. Bei Entzündungen kann man auch mit Hilfe des Endoskopes eine Tupferprobe entnehmen und mittels dieser dann die Keimart bestimmen und auf das Ansprechen auf Antibiotika testen.

  2. Endoskopie des Magen-Darm-Traktes
    Die Spiegelung des Magen-Darm-Traktes erfolgt mit einem flexiblen Endoskop. Dieses kann sich im zum Teil recht verwinkelten Magen-Darm-Trakt den Gegebenheiten besser anpassen und hat die Möglichkeit "um die Ecke" zu schauen. Das Endoskop wird unter Sichtkontakt über die Maulhöhle in die Speiseröhre vorgeschoben. Es wird die Schleimhaut, die Wanddicke und der Inhalt überprüft. Beim Vorschieben in den Magen werden durch einen Rundumblick mögliche Erkrankungen erfasst. Es können hierbei ebenfalls Proben des Mageninhaltes, kleine Gewebsproben der Magenschleimhaut oder von Tumoren entnommen werden, die dann entweder unter dem Mikroskop untersucht werden können oder zur genaueren Untersuchung an ein weiterführendes Labor geschickt werden können. Die Endoskopie ermöglicht im Vergleich zum Röntgen eine größere Bandbreite der Untersuchungsmöglichkeiten, da der Tierarzt mit bloßem Auge die Magenwand auf Veränderungen absuchen und sich durch die Kamera verdächtige Bereiche von Nahem ansehen kann.

  3. Endoskopie des Dick- und Enddarm
    Bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden ist eine endoskopische Untersuchung des Dickdarms empfehlenswert: Kotabsatzbeschwerden, chronische Verstopfung, Blut im Kot und Polypen. Als Voraussetzung für diese Untersuchung muss der Dickdarm frei von Kotmassen sein, dieses wird duch 12-24 stündiges Fasten erreicht.
    Nach Einführen des Endoskops wird unter Sichtkontrolle die Schleimhaut des End- und Dickdarms beurteilt und auf Auflagerungen, Verdickungen, vermehrte Rötungen oder Zubildungen untersucht. Mit einer kleinen Biopsiezange oder Bürste können notfalls kleine Gewebsstücke aus der Schleimhaut entnommen und unter dem Mikroskop weiter untersucht werden oder ebenfalls wieder an ein weiterführendes Labor zur genaueren Untersuchung geschickt werden.

  4. Endoskopie der Bauchhöhle
    Die Spiegelung der Bauchhöhle ist angebracht, wenn eine Erkrankungen vorliegt, deren Ursache weder durch Blutuntersuchungen noch durch andere technische Hilfestellungen wie das Röntgen oder Ultraschall zu lösen sind und die es erforderlich erscheinen lässt, die Organe des Patienten mit Hilfe einer Kamera genauere zu untersuchen.
    Es wird im Bereich des Nabels ein kleiner Einschnitt gesetzt, über den die Kamera in die Bauchhöhle eingeführt wird. Die Bilder der Kamera werden auf einen Fernsehmonitor übertragen. Zunächst verschafft sich der Tierarzt einen Überblick über alle Organe der Bauchhöhle und konzentriert sich dann auf das Zielorgan. Dabei wird die Oberfläche, die Größe und die Struktur des Organs beurteilt. Mit Hilfe einer Biopsiezange können kleine Gewebeproben entnommen werden, die unter dem Mikroskop untersucht werden oder ebenfalls wieder an ein weiterführendes Labor zur genaueren Untersuchung geschickt werden können. Außerdem kann Flüssigkeit, die sich krankheitsbedingt in der Bauchhöhle angesammelt hat, entnommen werden und zur Diagnosefindung beitragen.


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