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Geriatrie mit Vorsorgeuntersuchung


Die Tiergeriatrie beschäftigt sich mit dem älterwerdenen Haustier und hat das Ziel, durch spezielle Maßnahmen Krankheiten zu verhindern, frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, damit das Tier auch seinen Lebensabend genießen und einer sonnigen und langen Zukunft entgegen blicken kann.

Was ist nun aber Altern?
Man kann Altern nicht mit einem Wort erklären. Eine Vielzahl von Einflüssen bedingt, dass Lebewesen altern. Altern ist auch nicht mit Krankheit gleichzusetzen, auch wenn Krankheiten im Alter häufiger auftreten. Ein Merkmal des Alterns ist z.B., dass Körperfunktionen in ihrer Leistungsfähigkeit abnehmen. Daher kommt die Anfälligkeit für Erkrankungen und daher dauert auch die Genesung etwas länger als bei jungen Tieren. Es treten auch bei Tieren altersbedingte Karnkheiten auf, die nicht mehr vollständig geheilt werden, sondern nur gelindert werden können.

Wann ist mein Tier alt?
Hat ein Haustier die 7 Jahresgrenze überschritten, gilt es als Senior. Die Leistung des Körpers lässt nach und die ersten altersbedingten Krankheiten erscheinen. Als Faustregel lässt sich sagen, dass sehr kleine Hunderassen sich etwa so verhalten, wie (die ungefähr gleich großen) Katzen. Meist ist bei diesen Tieren erst ab 10 Jahren mit Altersbeschwerden zu rechnen. Es gilt, je größer der Hund ist, um so schneller altert er. Für Riesenrassen ist dies oft schon ab dem 6. Lebensjahr der Fall. Sinnvoll ist eine Vorsorgeuntersucheung alle mal, da es besser und leichter ist vorzubeugen als später zu heilen. Viele Veränderungen sind als Altersverschleißerscheinungen leider nicht mehr zu heilen. Sie müssen rechtzeitig erkannt und gemildert werden.

Welche altersbedingten Krankheiten gibt es?
Mit Erreichen des Seniorenalters vermindern die meisten Tiere ihr Akrivitätsniveau und neigen daher dann verstärkt zu Übergwicht (Adipositas). Dies kann dann zu Trägheit, höherer Belastung des Herzens und der Gelenke, Kurzatmigkeit, Organverfettung und dem erhöhten Risiko, eine Diabetes (Zuckerkrankheit) zu entwickeln, führen. Beim Kater kann dies dazu führen, dass er an FLUTD (Harngrieß) erkrankt. Geleichzeitig verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse im Körper, was sich auf das Immunsystem, den Zustand der Haut und des Fells und die Funktion des Verdauungsapparates auswirken kann.

  • Die Aufnahme und Verdauung von Futter wird schwieriger:
    • das Gebiss wird schlechter
    • Magen und Darm arbeiten langsamer
    • Leber und Nieren sind weniger belastbar
  • Die Fitness lässt nach:
    • die Muskeln werden schwächer
    • er kommt zu Gelenkverschleiß
    • die Herzleistung nimmt ab
    • es können chronische Atmungsprobleme auftreten
  • Die Sinneswahrnehmungen lassen nach:
    • Geruchssinn und Gehör (beides für den Hund sehr wichtig)
    • Geschmack und Sehfähigkeit
    • Erinnerungsvermögen
  • Ältere Tiere sind anfälliger:
    • für Tumorerkrankungen und hormonelle Probleme

Was kann ich als Vorsorge tun?
Falls Ihr Tierarzt das Tier nicht von klein auf kennt, sollten Sie ihn über alle Erkrankungen und Behandlungen informieren. Falls Sie ältere Laborwerte besitzen, wäre es von Vorteil, diese dem Tierarzt zu zeigen, um diese dann mit den eventuell neuen Werten vergleichen zu könne. Als Vorsorge können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Allgemeine Klinische Untersuchung des Tieres mit Gewichtsbestimmung
  • Blutuntersuchung (am nüchternen Tier): Gesundheitsprofil eventuell mit Hormonuntersuchung
  • Harnuntersuchung, möglichst aus frischem Morgenurin
  • Blutdruckmessung
  • EKG - Das Elektrokardiogramm soll Erkrankungen am Herzen aufdecken
  • Eine Ultraschalluntersuchung kann Erkrankungen im Bauchraum und am Herzen aufdecken. Tumore, die bei der Blutuntersuchung in den meisten Fällen nicht gefunden werden, können bei einer ausreichenden Größe dargestellt werden.
  • Eine Röntgenuntersuchung gibt Auskunft über den Zustand der Brusthöhlenorgane die durch Ultraschall nicht darzustellen sind (Lunge) und über den Zustand der Knochen, z.B. ob diese sehr entkalkt sind.
  • Magen- und Darmspiegelungen können Polypen, Tumore und Geschwüre frühzeitig aufspüren, so dass eine rechtzeitige Therapie eingeleitet werden kann.
  • Zahnsteinentfernung und Zahnsanierung sind wichtig, damit Ihr Tier ohne Probleme fressen kann.

Welche dieser Untersuchungen für Ihr Tier notwendig ist, wird Ihr Tierarzt entscheiden und mit Ihnen besprechen. Ziel dieser Untersuchungen ist es, Krankheiten frühzeitig aufzudecken und sie im Frühstadium zu behandeln, sowie Schmerzen und Unwohlsein bei Ihrem Tier so weit wie möglich zu beseitigen, damit es ein langes und erfülltes Seniorenalter an Ihrer Seite genießen kann.

Wann sollten Sie nicht zögern, einen Tierarzt aufzusuchen?

  • Übergewicht Ihres Tieres
    Es muss eventuell die Ernährung an die Bedürfnisse Ihres Tieres angepasst werden.
  • Verminderte Aktivität
    Das Tier ermüdet schnell, hustet häufiger und bekommt schlecht Luft. Dies kann mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zusammenhängen.
  • Steifheit nach dem Aufstehen und Lahmheit
    Im Alter sind häufig Arthrosen der Gelenke und Diskospondylitis der Wirbelsäule dafür verantwortlich.
  • Verdauungsstörungen
    Es können Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen dafür verantwortlich gemacht werden. Auch Darmerkrankungen oder Veränderungen der Darmflora können zu Verdauungsstörungen führen.
  • Vermehrte Wasseraufnahme und größerer Wasserkonsum
    Dies ist vor allem bei Katzen wichtig! Es kann eine Nierenerkrankung oder ein Alterszucker vorliegen.
  • Schlechter Zustand von Haut und Fell
    Es können Mangelzustände oder Hormonstörungen vorliegen.


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